Chemische-SubstanzenIndustrieanlagen müssen mit allerlei chemischen Stoffen betrieben werden. Es sind Schmieröle, Hydraulikflüssigkeiten und Kühlflüssigkeiten. Aber auch Stoffe in belasteten Strukturen, wie Dichtungen, Windradflügel und Turm finden sich. Für die Umweltbehörden kein leichtes Spiel, sich durch die Gefahrenblätter der Stoffe zu arbeiten. Wir vom Verein Mensch Natur haben in unseren Stellungnahmen auf dieses Gefährdungspotential der Anlagen hingewiesen. Es ist dies Abrieb, Leckagen und Bruchstellen, die diese Stoffe in die Umwelt freisetzen. Von Havarien ganz zu schweigen.

Wir haben hierüber in unseren Beiträgen "Sauberes Wasser - saubere Luft" und "Sauber, die Energie..." berichtet.

Ein besonderes Augenmerk fand die Chemikalie PFAS in der öffentlichen Diskussion. Dies sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, die weder fett-, noch wasserlöslich sind, damit von Organismen nicht abgebaut werden und sich in der Natur und in Organismen anreichern. Deshalb werden diese Substanzen als Ewigkeitschemikalien bezeichnet. Sie können das Immunsystem, Leber und Nieren schädigen und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Nun hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) reagiert und fordert eine Beschränkung der Verbreitung von PFAS-Chemikalien. Dies würde auch die Verbreitung durch Windindustrieanlagen in den Naturräumen betreffen. Allerdings steht man damit im Widerspruch zum geforderten Ausbau der Windkraft.

Der Blog für Science und Politik TKP aus Österreich hat sich diesem Thema angenommen und berichtet unter dem Titel "EU-Kommission gibt zu: Windkraftanlagen gehören ausdrücklich zu den PFAS-Verbreitern":

Zitat: "Das ist der politische Offenbarungseid einer Kommission, die jahrelang den massiven Ausbau der Windkraft als alternativlose „grüne Wende“ vorangetrieben hat – und nun einräumen muss, dass sie nicht einmal einschätzen kann, wie mit dem PFAS-Einsatz in eben jenen Anlagen umzugehen ist."